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MEMENTO

Frank Bruggeman - Mathias Deutsch - Esther Glück - Renata Hampe - Dafna Kaffeman - Peter Simon Mühlhäußer - Oliver Scharfbier - Yukiko Terada

Parallel zum Gallery Weekend und zur Eröffnung der Berlin Biennale in den benachbarten Kunstwerken zeigen acht Galerien aus Mitte je eine Künstlerin oder Künstler mit skulpturalen Arbeiten in der St.-Johannes-Evangelist-Kirche.

In diesem kraftvoll stillen, backsteinernen neoromanischen Kirchenraum treffen zeitgenössische Kunstwerke aufeinander, die sich sowohl zum sakralen Ort als auch untereinander in Beziehung setzen lassen.

Dieser Ort, der für Reinheit und Katharsis zugleich steht, erfährt eine Spiegelung durch die im Eingangsbereich des Kirchenraums platzierten Werke von Renate Hampke, Esther Glück und Yukiko Terada. Könnte das Seifenstück-Ensemble von Renate Hampke im übertragenen Sinne das ‚Sich-Reinwaschen’ versinnbildlichen, so ließen sich die beiden Gips-Hände von Esther Glück gleich selbst als Waschakt interpretieren. Das weiße Brautkleid von Yukiko Terada steht symbolisch für Reinheit und Hoffnung. Die zusammengekauerte menschliche Figur von Peter-Simon Mühlhäußer vermag die Verletzlichkeit, das Ausgeliefertsein auszudrücken, ist sich aber ihrer selbst bewusst und somit nicht ‚gebrochen’. Der Mensch als Akteur hingegen, als der Schöpfer von Kultur, erfährt seine Entsprechung in dem raumgreifenden konstruktiven Werk von Oliver Scharfbiers ‚Kathedrale’. Die verhüllten und doch entleerten Gewandfiguren von Mathias Deutsch verweisen auf das Paradoxon von Schein und Sein sowie Ab- und Anwesenheit. Frank Bruggemans vegetabile Objekte interpretieren das Werden und Vergehen, das Versöhnen von Kultur und Natur. Dafna Kaffeman aus Israel schafft Assemblagen, die die spannungsgeladene, komplexe politische Realität ihres Landes Metaphern gleich mit ihren Stickereien und Glasobjekten umschreibt.

Der Kirchenraum, der für die christliche Gemeinde für die Besinnung, für das Sich-Bewusstmachen der eigenen weltlichen Unzulänglichkeit und die Verheißung auf eine andere Welt steht, wird im Dialog mit den Kunstwerken zu einem Memento, das die essentiellen Belange menschlichen Lebens reflektiert. Mitten im Gallery Weekend lädt dieser stille Ort zur Kontemplation.

 

Text: H. N. Semjon
Idee und Organisation: Petra Rietz
Kuratorisches Konzept: Cornelia Wichtendahl
 
Presse: Janine Biermann
presse@galerien-berlin-mitte.de

 

St.-Johannes-Evangelist-Kirche,
Auguststr. 90 - 10117 Berlin-Mitte
27. - 29. April 2012, 12 - 19 h
Vernissage: 27. April 2012, 19 - 21 h

 


 
MEMENTO

Frank Bruggeman - Mathias Deutsch - Esther Glück - Renata Hampe - Dafna Kaffeman - Peter Simon Mühlhäußer - Oliver Scharfbier - Yukiko Terada

 

Parallel to the Berlin Gallery Weekend and the opening of the Berlin Biennale in the adjacent Kunstwerke eight galleries from Berlin's Mitte district show the scupltural works of one selected artist each inside the St. Johannes Evangelist church.      
Inside this vigorously silent, brick-built neo-Romanesque church architecture contemporary artworks meet one another, correlating mutually and with their sacral surroundings.  
 

St. Johannes Evangelist church
Auguststraße 90, 10117 Berlin    
April 27th to 29th 2012, 12 - 7 pm        
opening reception: Friday, April 27th 2012, 7 - 9 pm 

 

 

     
 

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